Gerhard Bondzin : Der Weg der roten Fahne 1969

  • Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

    Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

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    Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

  • Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

    Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

  • Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

    Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

  • Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

    Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

  • Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

    Gerhard Bondzin: Der Weg der roten Fahne, 1969 / © Gerhard Bondzin; Fotonachweis: Martin Maleschka (2020)

Der Kulturpalast in Dresden wurde von Wolfgang Hänsch im Stil der internationalen Moderne entworfen und sollte als „Haus der sozialistischen Kultur“ zum 20. Jahrestag der DDR fertiggestellt werden. Zwischen 1967 und 1969 entstand der dreigeschossige Stahlbetonskelettbau mit Flachdach, Glasfassade und einem mit Naturstein verkleideten Sockelgeschoss als Teil des neu aufzubauenden Dresdner Stadtzentrums, eine der wichtigsten politisch-ideologischen Bauaufgaben für die DDR. Nachdem der ursprüngliche Entwurf von Rudolf Sitte (1922–2009) durch die Dresdner Stadtverwaltung verworfen worden war, erging für die Gestaltung des Wandbildes an der Westfassade des Kulturpalastes ein Direktauftrag an Gerhard Bondzin (1930–2014), den Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Lehrende und Studierende der Kunsthochschule, darunter Martin Hänisch, Alfred Hesse, Gerhard Präkelt, Gerhard Stengel, Wolfgang Richter und Emil Spiess bildeten um Bondzin die für die DDR typische Arbeitsform des Kollektivs und schufen gemeinsam eines der heute bekanntesten Wandbilder der DDR-Kunst, dessen Arbeitstitel „1849-1969: 120 Jahre Kampf der revolutionären Kräfte der Stadt für Fortschritt und Sozialismus“ war.
Auf 466 Betonplatten, die in einem für den industriellen Wohnungsbau entwickelten Verfahren mit Farbglas beschichtet wurden, wird die Entwicklungsgeschichte des Sozialismus anhand von Stationen der deutschen Arbeiterbewegung seit 1848 erzählt. Im Mittelpunkt steht eine junge Arbeiterin, welche die titelgebende rote Fahne als Zeichen der kommunistischen Partei und der sozialistischen Idee emporhält. Um sie herum sind Szenen wie die Große Sozialistische Oktoberrevolution 1917 oder das Volk im Gespräch mit Walter Ulbricht, dem damaligen Leiter des Zentralkomitees, dargestellt. In diese eingebettet sind eine Reihe von Schrifttafeln, auf denen folgender Text zu lesen ist: „Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur das Werk der Arbeiterklasse selbst sein. Leben wird unser Programm. Trotz alledem! Wir sind der Sieger der Geschichte. Gewidmet dem 20. Jahrestag der DDR. Entstanden in sozialistischer Gemeinschaftsarbeit der Hochschule für Bildende Künste Dresden“.
Das seit 2001 unter Denkmalschutz stehende Wandbild wurde 2016 im Auftrag der Stadt Dresden unter Beteiligung von Studierenden der Kunsthochschule restauriert. AL/UC

Weiterführende Literatur:
70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland, Ausstellungskatalog, hrsg. v. Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat und dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Berlin 2020


Fassadenarbeit
Farbglasbeschichtung auf Beton
10,5 x 30 m

Kulturpalast
Fassade
öffentlich zugänglich/einsehbar

Künstler : Gerhard Bondzin

Kulturpalast Dresden

Kulturpalast

Architektur: Wolfgang Hänsch,
Bauzeit: 1967–69

Kulturpalast
Schlossstraße 2
01067 Dresden
Sachsen

Der 1963-1969 erbaute Kulturpalast war bei seiner Eröffnung mit 2740 Plätzen der größte Veranstaltungsraum der DDR und wurde für Konzerte, Tanz- und Unterhaltungsveranstaltungen sowie Tagungen und Kongresse genutzt. 2013-17 wurde er von den Architekten Gerkan, Marg und Partner generalsaniert und der Mehrzwecksaal zu einem Konzertsaal für die Dresdener Philharmonie mit 1800 Plätzen nebst Kabarett und Bibliothek umgebaut.